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  "Meermülldetektivinnen", ein Beteiligungsprojekt (2015)  
 


Das Menschenrecht auf ein gesundes Leben in einer gesunden Umwelt hat für die Mädchen eine große Bedeutung.

Sie verfolgen den Weg einer weggeworfenen Plastiktüte, die im Meer landet, in den Bauch eines Fisches kommt und über die Nahrungsmittelkette auf unseren Teller und in unseren Bauch.

Mädchen von MÄDEA setzen sich ein für eine gesunde Umwelt.

Sie beteiligen sich an Aktionen zum plastiktütenfreien Tag, klären auf vor einem Lebensmitteldiscounter und gestalten in einer Straßenaktion bunte Stofftaschen: Jutetüten statt Plastik!

Bei der Kinder- und Jugendjury Berlin-Mitte bewerben sie sich mit einem Antrag zur Erforschung von Müll im Meer.

Das Beteiligungsprojekt wird bewilligt.

17 Mädchen fahren an die Ostsee.
Sie fotografieren den Müll am Strand und im Meer, befragen Touristen und Einheimische, sammeln Müll und machen daraus ein Strandkunstwerk.

In Berlin präsentieren sie ihre Ergebnisse bei der Jugendjury Mitte am 03.12.2015 und beim Berliner jugendFORUM im Abgeordnetenhaus am 05.12.2015.

Download: Dokumentation "Meermülldetektivinnen auf Forschungsreise 2015", Berlin 2015


 
 
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Raum für Mädchen I (2011)

Mädchenblock auf der Demo "Jugend verschwindet" zum Erhalt der Kinder- und Jugendarbeit in Berlin


Raum für Mädchen II (2011)

Ein Videoclip mit der AG Mädchen und junge Frauen in Berlin Mitte nach § 78 SGB VIII

"Raum für Mädchen" hat eine hohe Anziehungskraft. Mit Begeisterung beteiligen sich über 40 Mädchen aus dem Planungsgebiet Osloer Straße und Umgebung. Gründe sind der unmittelbare persönliche Bezug, die im Vorfeld gewonnene Erkenntnis der Bedeutung politischer Beteiligung zur Durchsetzung eigener Interessen und die Erfahrung ihrer Selbstwirksamkeit. Diesen Mädchen ist schon vor Projektbeginn bewusst, dass Räume für Mädchen nicht wirklich eine Selbstverständlichkeit sind, auf die sie sich verlassen können. Sie hatten die Erfahrung gemacht, dass Mädchenprojekte in Berlin Mitte gefährdet waren und ein Projekt geschlossen wurde. Eigene Räume sind für Mädchen ein Bedarf, den sie immer wieder neu erkämpfen müssen. Dafür brauchen sie die Jugendpolitik.

Mädchen reflektieren ihre Interessen und Bedarfe im Hinblick auf eine individuelle und gemeinschaftliche Teilhabe an einer geschlechtergerechten und demokratischen Gesellschaft. Sie entdecken Mädchenarbeit als Nachhaltigkeitsfaktor, der anderen Mädchen in vergleichbaren Lebenslagen zur persönlichen und gemeinschaftlichen Entwicklung ebenso zur Verfügung stehen soll. In ihren Begegnungen lernen sie die Vielfalt von Mädchenarbeit schätzen. Mädchen begreifen und nutzen die verschiedenen Facetten von Medienarbeit als Instrument zur Veröffentlichung ihrer eigenen Meinung zu den Themenfeldern: Mädchen- und Menschenrechte, Recht auf Bildung, Mädchen und Musik, Mädchen und Fußball, Mädchen und Politik, "Raum für Mädchen": Mädchenblock auf der Demo "Jugend verschwindet", Mädchen und Freizeit, Mädchen und Spiele drinnen und draußen, Mädchen und Beratung.

Mädchenarbeit, die "mir " gut getan hat, soll auch anderen Mädchen grundsätzlich und immer zur Verfügung stehen. Das bedeutet auch, dass in der Region Zentrum des Bezirks Mitte nach der Schließung des Mädchenprojekts ACUD wieder ein Mädchenprojekt aufgebaut werden muss.
Insgesamt ist das Projekt eine erfolgreiche Förderung von individuellen und gemeinsamen politischen Partizipationsprozessen mit den Kernaussagen:
"Raum für Mädchen"
"Die Lobby müssen wir selbst sein!"
"Kürzt uns nicht!"
"Wir sind die Zukunft Berlins!"
als Erkenntnis, Programm, Aktion, Selbstwirksamkeit.

"Raum für Mädchen" wurde am 12.12.11 für Mädchen und Frauen in Berlin Mitte uraufgeführt.

logo toleranz


Auch wir sind Berlin!? (2011)

Workshops mit Mädchen aus Einwandererfamilien zu den Themen Zugehörigkeit und Partizipation, "Wie stehe ich zur deutschen Staatsangehörigkeit? Zum deutschen Pass?", Mädchen erarbeiten sich einen eigenen Standpunkt, ein Praxisprojekt von Studentinnen der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin.




 
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Raum für Mädchen (2010)


Neue Räume für MÄDEA, ein erfolgreicher politischer Bildungsprozess

Im Rahmen der Konsolidierung der Finanzen des Bezirks Mitte, beschließt der Bezirk das Haus Badstr. 10 zu verkaufen, in dem sich MÄDEA seit 1997 befindet. Alternativangebot ist ein Zimmer, Küche, Bad mit ca. 67 qm in der Grüntaler Str., 21 im Haus des Jugendamtes, die aktuelle Fläche um zwei Drittel reduziert. Dazu die Befürchtung der Mädchen, öffentlich als "Fall des Jugendamtes" identifiziert zu werden, obwohl viele die Hilfen des Jugendamtes in Anspruch nehmen.

Brainstorming in Mädchenvollversammlungen: Was bedeutet MÄDEA für mich? Ohne MÄDEA …? Mädchen schreiben Texte, Briefe, Artikel über die Bedeutung MÄDEAs für ihr Leben, einen Brief an die Jugendstadträtin und besuchen sie in ihrer Sprechstunde. Die Jugendstadträtin verspricht das Anliegen der Mädchen zu unterstützen. Aus ihren Texten exzerpieren Mädchen Merksätze, schreiben sie auf Heftstreifen, bemalen und laminieren sie für die Ordner der Mitglieder des JHA Mitte, damit sie immer an die Mädchen von MÄDEA und ihr Anliegen erinnert werden und sich für sie einsetzen. Das Ziel der Mädchen: Wenn schon neue Räume, dann in der Nähe und mit den gleichen Möglichkeiten wie bisher. Unterstützt wird diese Aktion von einem "älteren" 18-jährigen Mädchen, das in einem Brief an den JHA formuliert, wie wichtig es ist, dass jüngere und ältere Mädchen eigene Räume haben und betont, welche große Bedeutung MÄDEA für ihr Selbstbewusstsein und ihren schulischen Erfolg hatte. Auf der Kundgebung des Aktionsbündnisses "Jugend verschwindet" fordern Mädchen auf pink farbigen Schildern programmatisch "Raum für Mädchen". Ihr Foto kommt in die Tageszeitung Neues Deutschland.

Die Mädchen hatten bereits ein Jahr zuvor die Stilllegung des Jugendclubs Badstr. miterlebt. Jetzt wollen sie wissen, wie es um die Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche im Bereich Badstr. bestellt ist. Sie entwerfen einen Fragebogen und befragen Schlüsselpersonen der Geschäfte in der Badstr. mit dem Ergebnis, dass es in der öffentlichen Wahrnehmung immer weniger Angebote für Kinder und Jugendliche gibt bei gleichzeitig steigendem Bedarf. Unter anderem auch in Kenntnis des Zusammenhangs zwischen schulischer Unterstützung durch Kinder- und Jugendeinrichtungen und dem schulischen Erfolg der Kinder und Jugendlichen.

Mädchen stellen ihr Anliegen und die Ergebnisse ihrer Untersuchung vor bei der Sitzung des Ausländerbeirats bei MÄDEA, bei der Sitzung des Frauenbeirats Stadtplanung, ebenfalls bei MÄDEA und beim Frauenbeirat des Bezirks Mitte. Sie nehmen Kontakt auf zu den Parteien und formulieren ihr Anliegen. Die Fraktionen Die Linke und Bündnis90/Die Grünen besuchen die Mädchen bei MÄDEA. Die SPD lädt ein zur Sprechstunde im Stadthaus Parochialstr. mit einer Führung durch das Haus und einer Einführung in die praktische Politik eines Bezirks. Die Gespräche und die Aufmerksamkeit der Vertreter/innen der Gremien und Parteien haben einen nachhaltigen Charakter. Die Politiker/innen führen einen direkten Dialog mit den Mädchen und setzen sich für ihr Anliegen ein. Unterstützende schriftliche Stellungnahmen schicken der Frauenbeirat Stadtplanung, die Facharbeitsgemeinschaften Schulbezogene Jugendsozialarbeit, Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit, persönlicher Einsatz der AG Mädchen im JHA. Die Linke formuliert eine große Anfrage und einen Antrag an die BVV im Sinne der Mädchen, unterstützt von der Fraktion Bündnis90/Die Grünen, die von allen Parteien einstimmig beschlossen wird. Das Jugendamt findet eine Lösung. Jetzt zieht MÄDEA doch in das Haus des Jugendamtes. Aus den ursprünglichen 67 qm sind jetzt 167 geworden. Das Ziel ist erreicht, die Mädchen haben MÄDEA weiterhin in ihrer Nähe und können weiterhin alle Angebote wahrnehmen. Sie haben die Möglichkeiten der politischen Beteiligung kennen und schätzen gelernt.


Politische Bildung

Das Jahresthema 2008 "Interkultureller Dialog" bietet Raum für Projekte zu Rechtsradikalismus, zum Dialog zwischen den Religionen, zur Analyse des sozialen Raums, zur künstlerischen Akzentuierung des Stadtraums, zum Verhältnis von Natur und Kultur, die vor allem als Partizipationsprojekte verwirklicht werden.

Mädchen setzen sich auseinander mit Rechtsextremismus gestern und heute. Sie sehen und diskutieren die Filme: "Die Welle", "Geschwister Scholl", "Am Ende kommen Touristen" und "Neonazistinnen", befassen sich mit Biografien rechter Mädchen, recherchieren im Internet nach Deportationen jüdischer Kinder von Berlin- Wedding, machen sich auf Spurensuche im Stadtteil, folgen den Stolpersteinen, besuchen den Zug der Erinnerung in Berlin-Schöneweide und entdecken, dass "Jude, Zigeuner, behindert" als Schimpfwort ihre Wurzeln in rechtsradikalem Denken haben. Ihre Auseinandersetzung führen sie weiter im Deutschen Historischen Museum.


Religion und Toleranz

In der Dialogreihe befassen sich Mädchen mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Islam, Christentum und Judentum.

Mädchen bemalen Schatztruhen und sammeln religiös besetzte Gegenstände und Gebetsbücher der monotheistischen Weltreligionen, um sich dem Thema zu nähern. Sie haben viele Vorbehalte und starke Abneigungen gegenüber anderen Religionen. Eine Umfrage unter Mädchen "Was ich über Judentum. Christentum, Islam weiß" gibt näheren Aufschluss und wird auch in den drei Schatztruhen gesammelt.

Der als Ausflugs- und Überraschungsprogramm angekündigte Besuch einer Kirche, einer Synagoge und einer Moschee führte dazu, tradierte Vorurteile in Frage zu stellen.


Von der Wirkung einer Umfrage

Ein gelungenes Beispiel für politische Partizipation ist die Auswertung der Umfrage zu "Gleichberechtigung von Menschen verschiedener kultureller Herkunft" mit dem Resultat, dass die Gleichberechtigung von Mädchen noch aussteht, ebenso die Gleichberechtigung von Menschen verschiedener kultureller Herkunft.

Mädchen stellen die Umfragergebnisse zu Gleichbehandlung vor: in der AG Mädchen und junge Frauen in Mitte, im Jugendhilfeausschuss Berlin Mitte, beim Tandem Paris-Berlin und veröffentlichen sie im BAG Info 9/2008 "Interkulturelle Mädchenarbeit – Eine Zukunftsaufgabe!" der Bundesarbeitsgemeinschaft Mädchenpolitik e.V.

Mädchen stabilisieren sich in der öffentlichen Präsentation ihrer gesellschaftlichen Analysen und Gestaltungsvorschläge und machen die Erfahrung, dass sie auch von Erwachsenen, sogar von politisch Verantwortlichen gehört und ernst genommen werden. Eine Kultur, die in einigen Gremien trotz formulierten Selbstverständnissees der Förderung von Partizipation junger Menschen, erst noch eingeübt werden muss.

Ein besonderer Erfolg ist das selbsttätige, zivilgesellschaftliche Engagement von Mädchen ab 8 Jahren und die Mitwirkung in der Fachdebatte zur Neubestimmung von interkultureller Mädchenarbeit unter den Aspekten von Menschenrechten, Bildung und Migration.

Link zu Umfrage: "Gleichberechtigung von Menschen verschiedener kultureller Herkunft"



Mädchen-Stärke-Projekte


Die Partizipationsprojekte von Mädchen für Mädchen genießen einen hohen Stellenwert. In der Ressourcenbörse informieren Mädchen von 8 bis 10 Jahren öffentlich über ihre Fähigkeiten und Kenntnisse und organisieren selbständig eine vielfältige Angebotsreihe von der Tischdekoration bis zum Mathematikwettbewerb. Die Ressourcenorientierung setzt sich als Prinzip durch.


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